[ | Druckversion ] |
Grundlagen > Getreide
Getreide Getreide ist gut transport- und lagerfähig. Durch seine ausgewogene Nährstoff-Zusammensetzung ist Getreide für eine vollwertige Ernährung fast alleine ausreichend. Es fehlt dazu nur Vitamin C und Calcium. Es muß dazu allerdings das ganze Korn verzehrt werden, denn die einzelnen Nährstoffe sind auf das ganze Korn verteilt. Die Randschicht enthält Ballast- und Mineralstoffe, sowie Vitamine. Der Keimling enthält Öle und fettlösliche Vitamine und der Mehlkörper schließlich Stärke und Eiweiß. Früher wurde das Getreide einfach roh zerkaut, die Zähne ersetzten die Mühle. Das heute oftmals gekaufte Brot hat meist nichts mehr mit Getreide im eigentlichen Sinn zu tun. Dieses Brot wird meist aus minderwertigen Auszugsmehlen (dabei wird nur der Mehlkörper vermahlen, wodurch alle anderen wichtigen Inhaltsstoffe wegfallen) und so netten Zusatzstoffen wie z. B. Mehlbehandlungs- und Teigkonditionierungsmitteln, Emulgatoren, Fertigsauer, Backtriebmittel (meist gleich mehrere auf einmal), Lockerungs- und Trennmittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und ähnlichem hergestellt. Das ist relativ wenig bekannt, denn es gibt keine gesetzliche Vorschrift zur Deklaration bei unverpacktem Brot. Viele Bäckereien rühren sogar nur noch Fertigbackmischungen mit Wasser und Mehl an und fertig ist das Kunstprodukt, bei dem die obenaufliegenden Körner und Flocken nur noch zur Dekoration dienen. Darüber hinaus ist das Getreide ein wichtiger Grundstoff für die Nudelherstellung, wozu man je nach Rezept nur noch Wasser und Salz, sowie evtl. Öl und/oder Ei benötigt. Nudeln können aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt werden, bzw. sind schon fertig erhältlich. Nach Möglichkeit sollte auch hier auf Vollwertprodukte geachtet werden, was allerdings aus geschmacklichen Gründen nicht jeder mag.
|